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AfD-Politiker Ralph Müller bleibt bei Schweigeminute für Lübcke sitzen

"Wer sich nicht einmal für ein Mordopfer rechtsextremer Gewalt erhebt, zeigt damit deutlich seine politische Gesinnung." - Mustapha Balti, Geschäftsführer der DMG

Vor etwas mehr als drei Wochen wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke vom rechtsextremen Stephan E. brutal ermodet, wie nun dessen Geständnis belegt. Heute hielt der Bayerische Landtag eine Schweigeminute im Gedenken an CDU-Politiker Lübcke ab.

Die einzige Person im gesamten Saal, die sich nicht im Gedenken an den Ermordeten erhob, war AfD-Abgeordneter Ralph Müller. Mustapha Balti, Geschäftsführer der DMG, sagte dazu: "Wer sich nicht einmal für ein Mordopfer rechtsextremer Gewalt erhebt, zeigt damit deutlich seine politische Gesinnung." Als "moralingetränkte Hexenjagd" bezeichnete AfD-Abgeordneter Müller die Kritik. "Wir müssen uns bewusst sein, an welches politische Erbe die AfD anknüpft, wenn sie rechtsextremistische Morde an Politikern anderer Parteien stillschweigend toleriert", so Balti weiter.

Geschehnisse wie diese zeigen noch einmal die Relevanz von Aktionen wie dem Tag gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli, zu dessen Unterstützung die DMG bereits mehrfach aufgerufen hat. #HassHatKeinHerz#AllianzGegenHass

© Foto: Martin Hagen, FDP.