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Anschlag auf Moschee in Norwegen

Terroranschlag auf eine norwegische Moschee im Namen des "Rassenkrieges"

Bewaffnet mit zwei Schrotflinten und einer Pistole stürmte ein 21-jähriger Terrorist vergangenen Samstag in die Al-Noor Moschee im norwegischen Baerum. Im Internet hatte er den Beginn des „Rassenkrieges“ – wie er seinen Terroranschlag nennt - mit den Worten „Kumpels, mein Tag ist gekommen“ angekündigt. Der Versuch, sein grausames Vorhaben via Kamera live zu übertragen, ist ihm missglückt.
Dank der heldenhaften und schnellen Reaktion des Rentners Muhammed Rafiq konnte der Terrorist überwältigt und mehrere Menschenleben gerettet werden.

Ermittlungen geben Aufschluss über die rechtsextremen Ansichten des Attentäters, die er vor allem online deutlich kommunizierte.
Bei der Durchsuchung der Wohnung des Terroristen fand die Polizei außerdem die Leiche seiner 17-jährigen Schwester.

Der immer weiter um sich greifende globale antimuslimische Rassismus vergiftet unsere Gesellschaften und führt zu immer mehr Angriffen auf Moscheen, sodass auch die in Deutschland lebenden Muslime immer lauter von ihren Sorgen und Ängsten sprechen und sich nicht mehr sicher fühlen, wenn sie ihre Gotteshäuser, Orte des Friedens und der Spiritualität, besuchen.

DMG-Präsident Khallad Swaid äußerte sich besorgt über die Lage: „Unter dem Deckmantel der Kritik wird seit Jahren antimuslimische Rhetorik gesellschaftstauglich gemacht. Anschläge auf Moscheen und rassistische Übergriffe auf Muslime sind auch in Deutschland längst keine Einzelfälle mehr. In unserer Gesellschaft brauchen wir mehr Zusammenhalt und weniger schweigsames Wegschauen. Muslime müssen sich in ihren Gotteshäusern, wie jede andere Relegionsgemeinschaft in Deutschland auch, sicher und geschützt fühlen können.“


Rechtsextremistische Terrorangriffe auf Gotteshäuser sind Angriffe auf unsere Demokratie und richten sich somit gegen uns alle.