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Asia Bint Muzahim

Ein Beitrag über Asia, die Frau des Pharaos und Ziehmutter von Moses, eine der vier besten Frauen.

Asia lebte mit dem einflussreichsten, aber zugleich hochmütigsten Mann Ägyptens zusammen, einem Pharao, der sich von seinem Volk als Gottheit verehren ließ. Umgeben von Schönheit, Ansehen und Luxus, blieb sie anders als der Pharao ein gutherziger, großzügiger und bescheidener Mensch. Als der Pharao grausamst anordnete, alle neugeborenen Jungen der Israeliten umzubringen, um seine Macht zu erhalten, war die letzte Hoffnung einer Mutter, ihren kleinen Sohn Moses – in einen Korb eingebettet – in den Strom des Nils zu entlassen. Es war Asia, die das Kind fand, das ausgerechnet an den Hof des Mannes getrieben wurde, der ihm nach dem Leben trachtete. Sie nutzte ihre Nähe zum Pharao, um ihn zu überzeugen, das Kind behalten zu dürfen.

Asia hatte einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit – eine wichtige Inspiration für den Propheten Moses, der sich später für die Gerechtigkeit eins ganzen Volkes einsetzen sollte. Als der Pharao herausfand, dass seine eigene Ehefrau Asia nicht an ihn, sondern an Gott und die Religion von Moses glaubte, erinnerte er sie an das grausame Schicksal all jener, welche sich vor ihr dem Monotheismus verschrieben. Angetrieben durch ihr Gottvertrauen, hielt Asia an ihrer Religion fest. Sie erduldete lieber die Misshandlungen und Demütigungen ihres herrschsüchtigen Ehemanns, als dass sie eine falsche Gottheit anbeten würde. Asia wandte sich an Gott in der Hoffnung auf Sein ewiges Paradies.

Indem Asia sich gegen den Pharao zur Wehr setzte, bekämpfte sie zwei Arten von Ungerechtigkeit in einer Person: zum einen ihren unterdrückerischen Ehemann, zum anderen den grausamsten Tyrannen ihrer Zeit. Asia ist ein Vorbild für den Einsatz für Gerechtigkeit im Privaten wie im Öffentlichen.

Weltweit werden Frauen von herrschsüchtigen Männern unterdrückt und ausgenutzt. Asia ist ein besonderes Vorbild dafür, dass Menschen durch ihren Glauben an Gott Kraft finden, sich zu wehren. Durch ihren starken Glauben verzichtete sie auf ihren Reichtum und ihre hohe soziale Stellung. Ihre Opferbereitschaft, all das hinter sich zu lassen und sich gleichzeitig für die Unterdrückten ihrer Zeit einzusetzen, haben Asia auf eine Stufe erhoben, die kaum anderen Menschen vergönnt wurde. Sie ist ein Vorbild für die ganze Welt, dass Würde und Ehre, egal in welcher Situation man sich befinde, im Einklang bleiben können, solange man dem treu bleibt, wer man ist und woran man glaubt.