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DMG verurteilt Anschlag in Nizza

Über den Mord an drei Menschen in Frankreich

“Mit Schrecken erleben wir den grauenhaften Mord an drei Menschen in Nizza”, sagte DMG-Präsident Khallad Swaid, “ein solcher Anschlag ist zugleich auch immer ein Angriff auf unser friedliches Zusammenleben und unsere gemeinsamen Werte.”

Wir alle stünden in der Verantwortung, uns gemeinsam Arm in Arm gegen Extremismus und Gewalt zu engagieren. “Unsere Gesellschaft braucht eine rhetorische Abrüstung; wir sollten uns darauf konzentrieren zu schlichten und Menschen einander näher zu bringen”, so Swaid weiter. Die Antwort auf Terrorismus dürfe nicht eine Spirale von mehr Gewalt, Angst und Hate Speech sein. Daher hoffe die DMG darauf, dass sich das angespannte Verhältnis zwischen der muslimischen Glaubensgemeinschaft und dem französischen Staat alsbald wieder normalisiert.

Wir sprechen den Hinterbliebenen der Opfer unser aufrichtiges Beileid aus und beten für eine schnelle Genesung der Verletzten. Nur schwer nachzuempfinden sind der Kummer und das Entsetzen, mit dem sie die Nachricht über den Mord geliebter Menschen aufnehmen mussten; ein Moment der Hilflosigkeit und des Schmerzes, den man ein Leben lang niemals vergessen kann. Es ist ein unvorstellbares Ausmaß an Unrecht, das den Opfern und ihren Liebsten in einem Gotteshaus zugefügt wurde. Eine solche Bluttat ausgerechnet in einer Kirche - einem Hause, das Gottes gewidmet ist - zu begehen, offenbart nicht nur die menschenverachtende Gesinnung des Mörders, sondern auch seine Verhöhnung für jegliche Religiosität und Spiritualität. Dass Menschen im sicheren Raum der Kirche ihr Leben lassen müssen, verleiht dem Geschehen noch eine weitere tragische Ebene, die besonders für religiöse Menschen aller Glaubensrichtungen kaum zu ertragen ist.

“Wir rufen unsere Glaubensgeschwister dazu auf, der Opfer dieser Anschläge in den Moscheen gebührend zu gedenken und den Kirchen in ihren Nachbarschaft ihre Solidarität auszudrücken. Wenn ein Mensch zu Unrecht getötet oder die Unantastbarkeit eines Gotteshauses verletzt wird, müssen wir zusammenstehen, um uns nicht von Terroristen spalten zu lassen”, so Swaid abschließend.

Berlin, den 29.10.2020