Zum Hauptinhalt springen

DMG verurteilt unilaterales Vorgehen Indiens gegen Kaschmir

Indiens Premierminister Modi streicht die Autonomierechte Kaschmirs.

Die Deutsche Muslimische Gemeinschaft ist zutiefst besorgt über die jüngsten Entwicklungen in Kaschmir. Indien erhebt Anspruch auf die mehrheitlich muslimische Region und entzog ihr per Eildekret die Autonomierechte.

Seitdem Premierminister Narendra Modi Kaschmirs Sonderstatus aufgehoben hat, werden zehntausende zusätzliche indische Truppen in das Gebiet versetzt, Politiker unter Hausarrest gestellt, willkürliche Verhaftungen vorgenommen und Kommunikationswege abgeschnitten. Diese Entwicklungen stellen einen Höhepunkt der nationalistischen Neuausrichtung Indiens unter der Regierung Modis dar. Die DMG ruft dazu auf, dass die individuellen Rechte gewahrt bleiben und ein friedlicher Dialog mit allen betroffenen Konfliktparteien gesucht wird.

Die Streichung von Kaschmirs Sonderstatus, der in der indischen Verfassung festgelegt war, kann leicht zu einer Eskalation mit Pakistan führen und destabilisiert die Region. Die andauernde Besetzung Kaschmirs ohne jegliches Referendum der Bürger verstößt gegen mehrere UN-Resolutionen. Die indische Regierung verwendet seit Jahren repressive Maßnahmen, die mittlerweile mehr als 50.000 Menschen das Leben kostete.

Mehr als eine halbe Million indischer Sicherheitskräfte sind bereits im muslimisch dominierten Gebiet stationiert. Immer wieder kommt es laut Berichten zu massiven Menschenrechtsverletzungen.

Die DMG fordert die deutsche Regierung dazu auf, die Aufhebung der Autonomierechte Kaschmirs zu verurteilen und abzulehnen sowie sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einzusetzen.