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Internationaler Tag gegen Islamophobie 2021

Den 21. September erklärte der Europarat zum Internationalen Tag gegen Islamophobie

Islamophobie, Muslimfeindlichkeit, antimuslimischer Rassismus - viele Begriffe beschreiben das gleiche Phänomen, den Hass auf den Islam und alles Muslimische. Viele Menschen in Deutschland erklären offen ihre Solidarität mit den Musliminnen und Muslimen. Gleichzeitig erleben wir, wie die Ablehnung gegenüber der muslimischen Minderheit in anderen Teilen unserer Gesellschaft stetig zunimmt. Deshalb hat der Europarat im Jahr 2015 den 21. September zum Internationalen Tag gegen Islamophobie erklärt.

Die vergangenen Jahre waren eine Herausforderung für Deutschlands Musliminnen und Muslime. Die Initiative “Brandeilig” erfasste 148 rassistische Attacken auf muslimische Gotteshäuser allein im Jahr 2020 - fast jeden zweiten Tag. Beleidigungen und Angriffe auf Musliminnen und Muslime auf offener Straße nehmen ebenfalls zu, da die aktuellen politischen Entwicklungen den Rechtsextremen das Gefühl geben, mehr und mehr Akzeptanz für ihre menschenverachtenden Einstellungen zu erfahren. Unbegründete Razzien gegen Moscheen, Kopftuchverbote am Arbeitsplatz und die vermehrte Ausgrenzung von Musliminnen und Muslimen aus öffentlichkeitswirksamen Positionen sind nicht hinnehmbare Zugeständnisse an Rassisten.

Wir rufen dazu auf, …

… dass jede(r) Betroffene alle rassistischen Straftaten, egal ob Sachbeschädigungen, Beleidigungen oder körperliche Angriffe, meldet und zur Anzeige bringt.

… dass wir alle den Umgang mit antimuslimischem Rassismus zum Dreh- und Angelpunkt dafür machen, welche Partei wir am 26. September wählen werden.

… dass alle muslimischen Institutionen und Gemeinden sich dafür stark machen, dass Beauftragte für antimuslimischen Rassismus auf Bundesebene und in den Kommunen ernannt werden.