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Maria, die Mutter Jesus

Ein Beitrag über Maria, die Mutter Jesu, eine der vier besten Frauen.

Und damals sprachen die Engel: „O Maria, siehe, Allah hat dich auserwählt und gereinigt und erwählt vor den Frauen der Welten“ (Koran, 3:42)

Maryam ist die Tochter von Imran, einem der angesehensten Männern unter den Israeliten. Ihre Mutter schwor schon während der Schwangerschaft, ihr Kind im Gottesdienst in der Obhut des Tempels von Jerusalem aufwachsen zu lassen. Als Maryam verwaiste, adoptierte sie ihr Onkel, der Prophet Zakariya. Er kam dem Wunsch ihrer Mutter nach und ermöglichte Maria ein Leben im Dienste Gottes, wo sie ihre Tage in Gebeten und Gedenken an Gott gestalten konnte. Es war ausschließlich Zakariya gestattet, ihr Zimmer zu besuchen. Immer, wenn er zu Maryam kam, um sich um ihre Verpflegung zu kümmern, fand er frisches Obst bei ihr. Auf Zakariyas Frage, woher das Obst komme, antwortete Maryam: „Es ist von Allah; siehe, Allah versorgt unbegrenzt, wen Er will.“ (Al-i-Imran)

Nachdem Maryam schwanger wurde und ihr Bauch anfing, größer zu werden, verließ sie den Tempel und kehrte als ledige Frau mit einem Neugeborenen zurück – Jesus, der auch im Koran als Messias betitelt wird. Mit der wundersamen und auch im Koran beschriebenen Geburt, trägt Gott Maria auf, nicht auf die Vorwürfe der Menschen einzugehen und in selbstbewussten Schweigen auf das Kind zu zeigen, dessen bloße Existenz ein Wunder darstellte. Wer sollte ihr schon glauben, dass sie ein Kind ohne Vater zur Welt bringt? Sie schöpfte ihren Mut aus dem Vertrauen in Gott und stellte sich den Menschen in ihrer Stadt. Schweigend und in vollstem Glauben an Gott zeigte sie auf das Kind, das auf wundersame Art zu den Menschen sprach. Ihr Gottvertrauen und ihre tiefe Überzeugung halfen ihr, die Angst vor den Menschen und deren Ächtung zu überwinden.

Die Geschichte von Maria zeigt uns die besondere Kraft des Gottvertrauens und wie wertvoll eine tiefe, spirituelle Verbindung zu unserem Schöpfer ist. Heute ist der Name Maria in all seinen Varianten (vor allem Maryam) in vielen muslimischen Gesellschaften äußerst beliebt.