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Sorge um Religionsfreiheit in Frankreich

Frankreichs Innenminister kündigt Durchsuchung von 76 Moscheen an.

 

Die Deutsche Muslimische Gemeinschaft blickt mit Sorge auf die zunehmenden Spannungen zwischen der französischen Regierung und der muslimischen Minderheit. Frankreichs Innenminister kündigte nun an, 76 Moscheen durchsuchen zu lassen.

“Wir fürchten um die Religionsfreiheit in unserem Nachbarland”, so DMG-Präsident Khallad Swaid, “natürlich ist das Land von den schrecklichen Anschlägen erschüttert, doch die französische Regierung darf sich von den Terroristen nicht zu einer Überreaktion provozieren lassen.” Gesellschaftliche Spaltung sei das Ziel von Terror, so Swaid weiter, staatlich vorangetriebene antimuslimische Reaktionen sind einer großen Nation unwürdig, die viele Deutsche mit Kunst, Kultur und einem reichen philosophischen Erbe verbinden.

Frankreich ist in der EU das Land mit der größten muslimischen Minderheit, die schon unlängst in der fünften und sechsten Generation ein fester, bereichernder Bestandteil unseres Nachbarn ausmacht. Leider erlebt diese zurzeit, dass strukturelle Probleme politisch auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Musliminnen und Muslime haben auch in Frankreich einen Anspruch auf ihr Menschenrecht, ihre Kultur und Religion frei ausleben zu dürfen.