Zum Hauptinhalt springen

Spiritueller Aufstieg in gesegneten Zeiten

Die ersten zehn Tage von Dhul-Hijja stehen bevor.

Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten, Frieden und Segen auf den Propheten, der als Barmherzigkeit für alle Welten entsandt wurde.

Der erste Tag des Monats Dhul-Hijjah fällt nach astronomischer Berechnung, so Gott will, auf den kommenden Sonntag, und wir werden den ersten Tag von Eid al-Adha am Dienstag, den 20 Juli, feiern. Die ersten zehn Tage von Dhul-Hijjah sind eine großartige Gelegenheit, die wir ergreifen sollten, um unsere Herzen und Seelen zu reinigen, uns einsichtig Gott, dem Erhabenen, zuzuwenden und uns darauf vorzubereiten, eines Tages zu Ihm zurückzukehren.

So wie der Hadith diese Zeit als „die besten Tage der Welt“ bezeichnet, hat Allah sie geehrt, indem Er bei ihnen geschworen hat: „Bei der Morgendämmerung und den zehn Nächten“ (89:1-2). Darüber hinaus sagte der Gesandte Allahs, Friede sei auf ihm, über ihre Vorzüge: „Es gibt keine besseren Taten als die in dieser Zeit!“ Sie fragten: „Nicht einmal der Jihad?“ Er antwortete: „Nicht einmal der Jihad, außer bei einem Menschen, der hinauszog und dabei sein Leben und Vermögen riskierte und mit nichts von beidem zurückkehrte.“ (Bukhari)

Als europäische Musliminnen und Muslime sind wir besonders darauf angewiesen, diese besondere Zeit gebührend zu empfangen und zu nutzen, um unsere Gottverbundenheit in einer materialistischen Welt zu beleben. Da wir nun schon im zweiten Jahr in Folge auf die Pilgerfahrt und den Austausch mit den Pilgern aufgrund der Pandemie verzichten müssen, ist unser Bedürfnis nach spiritueller Erfüllung in diesen zehn Tagen umso größer.

Die wichtigsten guten Taten:

  1. Mehr Gebetshandlungen mit der Familie umsetzen: einen Plan erstellen mit einem Mindestmaß an Handlungen wie Gebeten, Fasten, Gedenken, Bittgebeten, Rezitation und das Spenden auf dem Wege Allahs.
  2. Das Fasten am Tag von Arafah: es ist in einem Hadith den Muslim in seinem Sahih-Werk aufführt belegt, dass das Fasten am Tag von Arafah „die Sünden des vergangenen Jahres und des kommenden Jahres tilgt“.
  3. Die Opfergabe: sie ist eine Sunnah für alle, die dazu in der Lage sind (nach den Hanafiten sogar eine Pflicht). Damit künftige Generationen dieses Ritual am Leben erhalten, ist es empfohlen, in Europa und nicht in der Ferne zu schächten, solang die lokalen Gesetze und Vorschriften dies zulassen.
  4. Viele gottesdienstliche Handlungen verrichten, die dem Lohn einer Pilgerfahrt gleichkommen, wie etwa das Morgengebet in der Gemeinschaft, daraufhin bis zum Sonnenaufgang im Gedenken in der Moschee zu verweilen oder die Moschee zum Lernen und Lehren aufzusuchen.
  5. Sünden vermeiden: Sünden versperren uns den Pfad zur Vergebung in dieser Zeit voller Barmherzigkeit.

Möge Gott uns helfen, Seiner in Dankbarkeit zu gedenken und dass Er uns den Lohn der Pilgerfahrt mit reiner Absicht gewährt. Amin.