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Terroranschlag in Halle

Das Statement der Deutschen Muslimischen Gemeinschaft zum Terroranschlag auf eine Synagoge und einen Imbiss in Halle.

„Nur indem wir uns gemeinsam und entschlossen gegen Rassismus zur Wehr setzen, können wir in Zukunft das Leben von Minderheiten schützen“, so Khallad Swaid, Präsident der Deutschen Muslimischen Gemeinschaft.

Wir sind entsetzt über den schrecklichen Terroranschlag in Halle am Mittwoch, der sich gegen die jüdische Gemeinde am letzten Tag des Jom Kippur Festes richtete und zwei Menschen das Leben kostete. Das menschenverachtende Motiv des Terroristen erinnert an die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte. Erschreckend ist die Willkür, derer zwei Passanten zum Opfer fielen: Er ermordete sie stellvertretend für all jene, die er als lebensunwürdig verachtete.

„Jedes Gotteshaus ist unser aller Gotteshaus.Wer Antisemitismus oder jedwede Form von Rassismus gegen Juden, Muslime oder andere Gruppen von Menschen verbreitet, macht sich an solch verabscheuungswürdigem Terrorismus mitschuldig“, kommentiert Khallad Swaid. Es wühlt unser Innerstes auf, wenn der Frieden eines Gotteshauses und die Freude eines Festes in Angst und Schrecken umschwingen. „Als muslimische Gemeinschaft erleben wir, dass auch Moscheen regelmäßig Ziele rassistischer Übergriffe sind. Wir müssen geschlossener gegen all jene vorgehen, die Hass und Diskriminierung in unserer Gesellschaft verbreiten“, führt Khallad Swaid weiter aus.

Unsere ungebrochene Solidarität gilt der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Wir danken Gott, dass der Terrorist nicht in die Synagoge eindringen konnte und so noch Schlimmeres verhindert wurde. Dieser Schrecken, den unsere jüdischen Mitmenschen durchleben mussten, ist unvorstellbar. Unser tiefstes Beileid gehört den Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer.

Berlin, den 10.10.2019