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Welttag gegen Rassismus

Sorge um die Situation in Deutschland wächst

Die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD) ist anlässlich des Welttags gegen Rassismus am 21. März besorgt über den antimuslimischen Rassismus, der in Deutschland und ganz Europa zunehmend erstarkt.

Die Gewalttaten und Übergriffe auf Muslime und ihre Einrichtungen wie Moscheen nehmen in Deutschland weiter zu; allein 2017 wurden über 950 Straftaten mit islamfeindlichem Motiv von den Behörden registriert, von denen die wenigsten aufgeklärt werden. Zudem sehen sich Muslime in Deutschland einem immer breiter werdenden Spektrum an Diskriminierung ausgesetzt. Unter dem Deckmantel von Islamkritik – eine Disziplin, die in der Form für keine andere Religion betrieben wird – werden offen Vorurteile und Ängste geschürt.

„Auf diese Weise wird der antimuslimische Rassismus verharmlost und die Saat für die tätlichen Übergriffe gelegt“, so IGD-Präsident Khallad Swaid, „wäre eine andere Religionsgruppe das Ziel all dieser Übergriffe und Anschläge, wäre die Reaktion deutlich entsetzter. Die muslimischen Gemeinden fürchten um ihr Leben und die brennenden Moscheen rufen kaum noch Empörung hervor – das ist traurige Realität.“ Es bliebe bei einigen wenigen wagen Solidaritätsbekundungen, tatsächliches Handeln folge seitens öffentlicher Stellen allerdings nicht.

Deutschland trägt aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, unabhängig davon, ob diese sich in Form von Antisemitismus, Fremdenhass oder Islamfeindlichkeit zeigen. Daher fordert die IGD die neue Bundesregierung dazu auf, sich stärker und intensiver für ein friedliches Miteinander in Deutschland einzusetzen und den Muslimen in Deutschland den notwendigen Schutz zukommen zu lassen.